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Enttäuschung: Warum nehme ich nicht ab?

organisierter leben


Heute möchte ich über meine Enttäuschung sprechen. Ich habe dir ja schon erzählt, dass ich mich in einem Fitnessstudio eingeschrieben habe (lese hier). Der Hauptgrund waren die Rückenschmerzen. Doch natürlich wollte ich auch abnehmen. Denn der Sommerurlaub war gebucht und die Bikinis im Schrank warten schon lange, mal präsentiert zu werden.


Der erste Wiegetermin



In der ersten Woche im Sportstudio wurde ich gewogen und gemessen. Auf dem Foto kannst du meine Ergebnisse sehen. 

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An sich ist alles im grünen Bereich, aber das Gewicht und die Muskelmasse müssten optimiert werden. Dafür sollte der Fettanteil weichen. 
Gedacht, gesagt und versucht zu tun. In der gleichen Woche wurde ein Trainingsplan nach meinen Zielen (Gewichtsreduzierung und Muskelaufbau) von einem Trainer erstellt.

Etwas erschrocken und doch motiviert über das Ergebnis war ich voller Tatendrang, um es zu ändern.

Ich nahm mir Zeit, bin regelmäßig zum Fitnessstudio gegangen. Habe trainiert bis der Arzt kommt (gefühlt). Achtete intensiver auf meine Ernährung, wobei ich mich schon vorher gesund ernährt habe. Aber jetzt habe ich auch die Pizza weggelassen, die es ab und zu mal bei uns gab. Abends gab es Salate für mich und etwas deftiges für meinen Mann. 

Mein Ziel war es in einem Monat (bis zum nächsten Wiegetermin) das Ergebnis zu verbessern. Natürlich habe ich mich zwischendurch auf unsere Waage gestellt, um zu sehen, ob sich was tut. Ja es tat sich etwas, aber dann hat die Waage doch das alte Gewicht angezeigt. Das hat mich aber nicht beunruhigt, denn jeder weiß, dass Muskeln schwerer als das Fett sind.

Und dann kam der langersehnte zweite Wiegetermin. Genau einen Monat später, am 24.04. 2017 stand ich wieder auf der Waage des Fitnessstudios und wurde an das Messgerät angeschlossen. 

Der Schock


Das Ergebnis hat mich schockiert. Leider habe ich hierzu keinen Ausdruck, da ich vor Erstarrung vergessen habe, danach zu fragen.

Am Gewicht hat sich nichts geändert, aber das habe ich schon vor dem Termin gewußt. Daher war das keine große Überraschung.

Was mich zum Staunen brachte war die Tatsache, dass meine Muskelmasse sich verringert hat. Zwar nicht kiloweise aber sie ist trotzdem weniger geworden. Und das konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Denn ich war diszipliniert, trainierte drei bis vier mal in der Woche jeweils mindestens für eine Stunde. WIESO? Wo ist meine Muskelmasse hin?

Sicherlich habe ich nicht erwartet, dass ich nach einem Monat 10% an Muskelmasse gewinne. Aber dass sie sogar verschwindet. Damit habe ich niemals gerechnet.

Meine Enttäuschung war groß. Habe schon an dem ganzen Konzept gezweifelt. Wieso gehe ich überhaupt hin, wenn sich nichts tut? Dann kann ich das ja auch gleich sein lassen. 

Diese Überlegungen habe ich auch an den Trainer geäußert. Und er lieferte mir dann die Erklärung.


Der Trainingsplan


Dieser ist die erste Zeit dafür da, um den Körper an die Anstrengungen zu gewöhnen. In dieser Phase geht es nicht in erster Linie darum, Muskeln aufzubauen. Dafür sind die Übungen und Gewichte noch etwas schwach.

Die Ernährung


Hier müssten wir mal das genau anschauen. Denn jeder Organismus ist anders und verarbeitet unterschiedlich die Nahrung, die der Mensch ihm gibt. 
Nachdem ich erzählt habe wie mein üblicher Tag essenstechnisch aussieht, habe ich gleich zum hören bekommen, dass ich sehr wenig Eiweiß zu mir nehme. Und ich dachte, dass das was ich an Proteinen aufnehme, genug sei. Aber anscheinend nicht.

Hier ist eine kleine Faustformel: 
1,5 x eigenes Gewicht = Tagesration an Eiweiß in Gramm

Für mich heißt es, ich müsste etwa 86 Gramm Eiweiß täglich zu mir nehmen. So bewußt wurde es mir noch nie vor die Augen gehalten.

Mir wurde die Stoffwechselanalyse angeboten. Diese ist in dem Beitrag drin. So könnten wir besser nachvollziehen woran es lag. Also haben wir einen Termin dafür vereinbart.

Die Stoffwechselanalyse


Vor diesem Termin durfte ich um die vier Stunden lang nichts essen und nur Wasser trinken. Kein Kaugummi, kein Kaffee. Sonst wird das Ergebnis verfälscht.

Dann war ich da und war gespannt was gleich passiert. 

Der Rechner wurde angeschmissen und ich bekam eine Klammer für die Nase und ein Röhrchen zum atmen. Dabei hat das Programm geschaut wie ich im Ruhezustand atme. Zwischendurch gab es ein paar Anweisungen wie ich zu atmen habe, ruhiger oder schneller. Am Anfang war das etwas ungewöhnlich durch den Mund zu atmen. Ich bin eher ein Nasenatmer. Doch nach einigen Atemzügen hatte ich den Dreh raus. 

10 Minuten später war ich durch. Das Programm braucht eine bestimmte Anzahl von Atemzügen, um die Ergebnisse zu präsentieren. Ich war total gespannt was nun kommt.

Keine zwei Minuten später wurde mir auch schon das Ergebnis angezeigt. Mein Körper verbraucht im Ruhezustand 1.336 Kalorien. Und ich dachte, man muss sich bewegen, um Kalorien zu verbrennen. Was für ein Irrtum :-)

Auch wurde mir erklärt, dass ich weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichten und, wie schon vermutet, mehr Eiweiß zu mir nehmen sollte. Und wenn ich das beherzige, dann müsste ich keine Probleme haben, abzunehmen.

Neuer Versuch, abzunehmen


Da der Urlaub nicht mehr so weit entfernt war (in einem Monat), musste ich zusehen wie ich das Gesagte umsetze. Zuhause habe ich viel recherchiert, habe nach Lebensmitteln gegoogelt, die viel Eiweiß enthalten. Und am nächsten Tag war ich einkaufen. Mein Kühlschrank war voll mit eiweißhaltigen Lebensmitteln. 

Jeden Tag achtete ich darauf, genug Proteine zu mir zu nehmen. Und das ist die erste Zeit gar nicht mal so einfach. Denn es soll ja nicht eintönig mit der Ernährung werden. Ich muss ja trotzdem Spaß  beim Essen haben.

Wenn ich Kohlenhydrate essen wollte, dann achtete ich darauf, dass es eher bis Mittags passierte. Denn dann hat der Körper noch genug Zeit, diese zu verarbeiten. Abends gab es keine Naschereien mehr. Disziplin ist alles, denn du weißt ja, die Bikinis wollten raus :-)

Ausserdem habe ich einen neuen Trainingsplan erhalten, bei dem es nun endlich mal um den Muskelaufbau geht.


Das Resultat


Ich habe das schon an meinem Gürtel gemerkt. Ich musste ihn immer enger schnallen. Auch meine Schwiegermutter meinte irgendwann mal, dass ich abgenommen habe. Aber wenn die Waage das auch noch bestätigt, dann freut man sich umso mehr. Und sie hat tatsächlich ein Kilo weniger angezeigt.

Jetzt sagt vielleicht einer, dass ein Kilo nicht die Welt ist. Aber ich wollte auch nicht in einem Monat drei Kilos loswerden. Ich mein, schön wäre es. Aber für mich liegt die Gesundheit im Fokus. Und ich habe keine Lust auf einen Jo-Jo-Effekt. 

Für mich war die Stoffwechselanalsy ein totaler Erfolg. Jetzt weiß ich worauf ich bei der Ernährung achten soll. Natürlich gibt es auch mal für mich abends Nudeln, aber das ist dann eher eine Ausnahme.


Nach dem Urlaub


Ich muss gestehen, dass während des Urlaubes nur der Fisch und etwas Rührei meine Protein-Quellen waren. Auf meine Tagesration bin ich nie gekommen. Dazu kommt es, dass ich viel genascht habe, denn die Dessertbar war sehr verführerisch. Daher habe ich auch etwas zugenommen. Genau gesagt 1,5 kg. Aber das macht mir jetzt nichts, denn ich weiß ja, wie die Pfunde wieder verschwinden.

Zuhause halte ich mich an meinen vorherigen Ernährungsplan und habe jetzt schon nach 1,5 Wochen ein halbes Kilo abgenommen.

In drei Wochen habe ich einen neuen Termin zum Wiegen und Messen, dann bin ich gespannt was sich getan hat. Werde ich wieder enttäuscht sein oder gibt es vielleicht doch ein positives Ergebnis? 



Welche Erfahrungen hast du gemacht? Hat es bei dir auf Anhieb geklappt? Hinterlass mir einen Kommentar und erzähle deine Geschichte.









Kommentare

  1. ein schöner, ehrlicher Beitrag, vielen Dank! Gerade bei zu hohen Erwartungen und dem Wunsch sofort viel abzunehmen erleben die meisten Menschen immer wieder Enttäuschungen und geben dann gleich wieder ganz auf...

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  2. Abnehmen ist auch bei mir so ein leidiges Thema, weswegen ich mich auch (mal wieder) im Fitnessstudio angemeldet habe. Dumm nur, dass es hier in den letzten zwei Monaten konstant ziemlich heiß war und das Fitnessstudio keine Klimaregulierung hat... mein niedriger Kreislauf sorgt bei der Hitze in Kombination mit starker körperlicher Belastung dann leider dafür, einfach schlapp zu machen. Aus diesem Grund ernähre ich mich jetzt so weit es geht low carb, bis es wieder kühler wird ;)
    Liebe Grüße
    Andrina

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  3. Ein sehr interessanter Post, dass mit der Stoffwechselanalyse ist ein toller Tipp.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  4. Sehr cool! Ich fand deine Zahlen auf den ersten Blick gar nicht so schlimm. Ich habe mich seit gefühlt 10 Jahren nicht mehr gewogen weil mich die Zahlen auf der Waage immer irre machen. Seit zwei Wochen ernähre ich mich zuckerarm und merke schon jetzt eine Verbesserung. Mal sehen, wie ich mich nach zwei Monaten fühle :)

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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  5. Abnehmen ist auch bei mir eine schwierige Kiste. Problem Nr. 1 ist die fehlende Disziplin. Denn die Naschereien schmecken einfach zu gut.
    Das nächste Problem ist wohl mein Stoffwechsel, der sich seit der Schwangerschaft verändert hat. Trotz Stillen habe ich leider zugenommen nach der Geburt. Mein nächster Schritt geht zum Arzt zum Durchchecken meiner Schilddrüse.

    Beste Grüße
    Diana

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  6. Toll, dass du jetzt deinen Weg gefunden hast, um abzunehmen :)

    Ich finde, dass es ein extrem schwieriges Thema ist. Ich habe 2 Jahre gebraucht, um für mich das Richtige zu finden. Ok, ich habe mich auch nie beraten lassen, sondern nur selbst ausprobiert. Aber Hauptsache man findet, was zu einem passt :)

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