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Flow-List: Trickse dein Gehirn aus!

organisierter leben
Bildquelle: Canva


Wie oft sitze ich an meinen To-Do-Listen und überlege wie ich diese Aufgaben einfach erledige, ohne von der Couch aufzustehen. Kennst du das auch?


Es gibt Abende an denen ich total motiviert Aufgaben für den nächsten Tag aufschreibe. Und am nächsten Morgen denke ich nur, was mich da wohl geritten hat, diese Menge an Sachen zu notieren.

Und wenn ich einige Punkte von der To-Do-Liste nicht abhacken kann, dann fühle ich mich gleich schlecht. Zwar nicht immer, aber doch meistens.

Aber dafür soll es jetzt eine Lösung geben.

Vor kurzem habe ich etwas von einer Liste gehört, die es einem leicht macht, Punkte abzuhacken. Ausserdem sollen durch diese Technik in kurzer Zeit eigene Ziele erreicht werden.

Bist du neugierig geworden? Dann bleibe dran.


Flow - List - Challenge

Die Flow List ist eine Liste mit den laufenden Aufgaben. Jeden Tag schreibst du dir 30 Punkte auf, die du im Laufe des Tages erledigen möchtest.

Jetzt kommt bestimmt ein Aufschrei. Wie? Gleich 30 Punkte? Die ist doch verrückt.

Genau das habe ich auch gedacht, als ich es zum ersten mal gehört habe. Aber lies erstmal weiter.


Wie funktioniert die Challenge?

Die Challenge besteht aus drei Teilen und läuft insgesamt 15 Tage. Mehr als zwei Wochen, ist doch absehbar.

Bevor du startest, mache dir Gedanken, was du in diesen 15 Tagen erreichen möchtest. 

Folgende Ziele könnten es werden:

  • Fitness steigern
  • abnehmen (aber bleib bitte realistisch)
  • bewusster essen
  • aufgeräumtes Zuhause
  • bessere Partnerschaft
  • 2 Bücher lesen
  • Prüfung bestehen
  • und und und
Am besten du visualisierst dir deine Ziele, aber nimm dir nicht zu viel vor. Denn diese Challenge kannst du jederzeit erweitern. Es muss ja nicht nach 15 Tagen Schluss sein.

1. Teil der Challenge

Schreibe die nächsten fünf Tage lang eine Flow List mit den einfachsten Aufgaben. Ob es "aufstehen" ist oder "Zähne putzen". Suche dir bewusst solche Tätigkeiten aus, die du eh automatisch machst.

Warum das Ganze? Nun, es wird dir leichter fallen, die Sachen abzuhacken, die für dich normal sind. Am Ende des Tages kannst du auf eine erledigte Liste blicken und dein Gehirn merkt, dass es gar nicht mal so schwer ist, Dinge zu erledigen. Es schickt dir ein Signal, mehr machen zu wollen.

Und auch wenn du denkst, dass du schon am zweiten Tag für mehr bereit bist, versuche dich zu bremsen. Denn du sollst ja nicht gleich die Welt retten können. Auch wenn wir das alle wollen.

Um dir das anschaulicher zu machen, nehmen wir das Beispiel mit der Fitness. Angenommen du hast das Ziel, fitter zu werden. Dann solltest du die nächsten fünf Tage einen Punkt aufschreiben, der dich zu deinem Ziel etwas näher bringt. Der Punkt sollte aber nicht sein "eine Stunde lang trainieren". Einige von uns werden schon allein bei dem Gedanken nervös. Schreibe doch einfach "ins Fitnessstudio gehen" oder "die Fitness-App öffnen". Das hört sich leicht an und du bist nicht überfordert. Dein Gehirn auch nicht :-)

2. Teil der Challenge

In den Tagen sechs bis zehn nimmst du etwa von den 10 leichten Aufgaben raus und ersetzt sie mit einigen die mittelschwer sind. 

In unserem Beispiel mit der Fitness wäre es "fünf Minuten auf dem Laufband gehen" bzw. "fünf Minuten nach der App trainieren".  Du musst ja nicht nach fünf Minuten aufhören. Mach weiter solange du willst oder kannst. 

Auch in diesem Teil der Challenge solltest du nach Möglichkeit alle 30 Punkte erledigen können. Wenn die 10 Tage dann rum sind wirst du vielleicht auch schon die ersten Veränderungen merken. Einige Punkte auf der Liste werden dir leicht von der Hand fallen. Obwohl du vor kurzem noch gedacht hast, dass du es nicht schaffen wirst.


3. Teil der Challenge

Ab dem 11. Tag tauscht du weitere 10 leichte Aufgaben gegen schwierigere. Das liegt natürlich im Auge des Betrachters was für einen schwer ist und was nicht. Richte dich da ganz nach dir und deinen Möglichkeiten. 

Um wieder auf unser Beispiel zurückzukommen, setzt du in den nächsten Tagen vielleicht mal folgenden Punkt auf deine Liste: 30 Minuten Training 


Und das wars auch schon. So einfach soll es funktionieren. Wenn du an deinen Zielen weiter arbeiten möchtest, kannst du die Flow-List-Challenge in dem 5-Tage-Rhythmus bis zu 90 Tage verlängern.

Ich persönlich finde diese Idee interessant und werde die Challenge mal ausprobieren. Denn in letzter Zeit lässt meine Produktivität zu Wünschen übrig.

Meine Flow - List - Challenge

Für meine Herausforderung habe ich mir folgende drei Ziele ausgesucht:
  • Muskeln aufbauen (dafür muss ich mal wieder an meiner Eiweiß-Zufuhr arbeiten)
  • 3 Blogposts vorbereiten und schreiben
  • Abnehmen

Und so sieht meine Flow-Liste für den ersten Tag, den 15. August 2017 aus:

1. Aufstehen
2. Zähne putzen
3. Frühstücken
4. Überschrift für einen Blogpost überlegen
5. 5 Fotos bearbeiten 
6. Spülmaschine einräumen
7. Zur Arbeit fahren
8. Vorher meinem Liebsten einen Kuss geben
9. Schminken
10. Haare
11. Gesichtspflege
12. Zahnseide
13. E-Mails checken
14. Arbeitsplatte Küche wischen
15. Toilette reinigen
16. Yoga
17. Meditation
18. Den Abend mit meinem Liebsten genießen
19. 2000 Schritte gehen
20. 20 Kniebeugen machen
21. Affirmationen
22. Bachblüten nehmen
23. M. wegen Wochenende anschreiben
24. A. wg. Urlaub fragen
25. 1 Liter Wasser trinken
26. Kleidung für die Arbeit rauslegen
27. Essen kochen 
28. Einen schönen Tag haben
29. Aktenschrank auf der Arbeit umräumen
30. Eine Liste für morgen schreiben

Wie du siehst ist da nichts weltbewegendes dabei. Und die Aufgaben, wie die Schritte und das Wasser, habe ich extra tief angesetzt. Mir ist schon bewusst, dass es mehr werden. 

Ich hoffe, dass ich meine Ziele erreiche und mein Gehirn keine Ausreden mehr hat, etwas nicht zu tun.


Mach mit bei der Flow-List-Challenge und lass uns gemeinsam rausfinden, was dabei rauskommt. Gerne kannst du deine Ergebnisse auf Instagram unter dem #flowlist2017 veröffentlichen. 

Kommentare

  1. Ein sehr interessanter Ansatz! Ich hoffe, dass du auch über die Ergebnisse wieder berichtest, ob es geklappt hat Ziele besser zu erreichen.

    Liebe Grüße
    Birgit

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    1. Hallo Birgit,

      das war der Plan, über die Ergebnisse zu berichten :-)

      LG
      Kristina

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  2. Ich bin sowas von unorganisiert... Ich werde deine Tipps ausprobieren und hoffentlich ändert sich was.

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    1. Hallo Azra,

      eine Liste hilft auf jeden Fall mal die Gedanken zu ordnen und dich zu organisieren. So wird auf jeden Fall nichts vergessen :-)

      LG
      Kristina

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  3. Hört sich ganz gut an, ich werde weiter verfolgen wie es bei dir läuft.In meinem Alter ist das glaube ich nicht mehr so leicht.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Hallo Sigrid,

      meinst du die Seilverfolgung in deinem Alter oder die Erstellung der Listen? Ich finde, dass es in jedem Alter machbar ist. Und ganz ehrlich, so alt bist du doch gar nicht ;)

      LG
      Kristina

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  4. Schon beim ersten Satz musste ich laut lachen :D Genau so denke ich auch manchmal. Ich bin ja auch ein Listenfan und streiche immer alles fleißig durch. Deine Idee ist echt suuper mit der Flow List :)

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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    1. Hallo Nadine,

      freut mich, dass ich nicht alleine so drauf bin :-) Willkommen im Club der Listenführerinnen

      LG
      Kristina

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  5. Von der Methode habe ich bisher noch gar nichts gehört. Aber wie du das beschreibst hört sich das echt interessant an. Das werde ich mir aufjedenfall merken :)

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    1. Hallo Sarah,

      die Methode habe ich bei einer russischsprachigen YouTuberin gesehen und wollte es meinen Lesern vorstellen. Freut mich, dass es dir gefällt.
      Berichte mal wenn du es auch mal ausprobieren solltest.

      LG
      Kristina

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  6. Da bin ich ja gespannt, ob es funktionieren wird!
    Aber hey, ich habe es ganz gut im Griff. Wenn ich 1. Aufstehe und 2. meine Sporttasche packe....

    Liebe Grüße,
    Alex.

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    1. Hallo Alex,

      freut mich, dass bei dir das Aufstehen und die Sporttasche packen funktioniert. Und wie läuft es mit der Zielsetzung? Hast du da einen bestimmten Plan wie du deine Ziele erreichst? Bin neugierig :-)

      LG
      Kristina

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  7. Mir gefällt die Idee der Liste. Allerdings wäre es mir zu viel Aufwand diese zu erstellen. Ich habe immer die Dinge im Kopf, die ich gerne erledigen möchte.
    Für den Blog führe ich allerdings eine Art To-Do-Liste, denn oft habe ich spontane Ideen die ich nicht vergessen möchte.
    Ich bin gespannt, welche Erfahrungen Du machen wirst.
    Beste Grüße
    Regina

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    1. Hallo Regina,

      für die Liste brauche ich vielleicht mal fünf Minuten. Sie ist schnell erstellt, da ich schon im Kopf so grob weiß was ich machen möchte. Klar gibt es Leute, die es dann einfach machen. Ich bin aber ein Mensch, der gerne etwas abhackt und am Ende des Tages sieht, was gemacht worden war.

      LG
      Kristina

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